Archiv für November 2015

Kurzberichte:

24.11.2015 – Münster
Laut einem Indymedia-Artikel wurden in Münster mehrere Werbeplakate der Bundeswehr kreativ umgestaltet. Die Bundeswehr versucht sich durch eine neue Werbekampagne wieder attraktiver nach außen darzustellen. Hier findet ihr eine Adbustingseite die über die zwielichtige Kampagne der Bundeswehr aufklären soll.

21.11.2015 – Remagen
Nur rund 120 Nazis nahmen am jährlichen „Trauermarsch“ in Remagen teil. Dabei wurde der Naziaufmarsch mehrfach durch antifaschistische Blockaden und Proteste gestört. Der Lautsprecherwagen der Nazis kam von René Laube (von der verbotenen Kameradschaft Aachener Land) und die Totenehrung nach SS Vorbild wurde wie in den vergangenen Jahren von Ralf Tegethoff durchgeführt. Hier findet ihr Bilder über alle Nazis die teilnahmen.

18.11.2015 – Osnabrück
Der Verein „Volkshilfe e.V. (der in Osnabrück auftritt) und mit Aktivitäten wie Hausaufgabenhilfe, Spendensammlungen und Familienausflüge auf den ersten Blick bieder und harmlos wirkt, wurde von organisierten (Neo-) Nazis gegründet. Der erster Vorsitzender ist der vormals in Münster wohnhafte Nazi Achim Kemper, der sich in den Reihen der 2009 gegründeten Nationalen Sozialisten Münster (NaSoMs) betätigte. Der Volkshilfe e.V., mit seiner oberflächlich karitativen Ausrichtung, ist Teil einer rechten Graswurzelstrategie. Quelle.

11.11.2015 – Bremen
Der antifaschistische Ultra Valentin wurde nach insgesamt 134 Tagen endlich aus der Untersuchungshaft entlassen. Davon saß Valentin für 6 Wochen in Isolationshaft und wurde ohne Vorankündigung in die Jugendanstalt Hameln verlegt, um damit die Soliarbeit massiv zuerschweren und es für Freund*innen und Familie schwieriger zu machen ihn besuchen zu können. Hier findet ihr die Pressemitteilung vom Solibündnis.

09.11.2015 – Münster
Nach dem rassistischen Messerangriff auf einen 31-jährigen in Havixbeck bei Münster liefern Recherchen des WDR neue Informationen zur Tat. Die Antifaschistische Linke Münster hat dazu eine Stellungnahme veröffentlicht in der eine lückenlose Aufklärung gefordet wird und aufgezeigt wird, wie unterschiedlich rechte Gewalt immer noch wahrgenommen und bewertet wird, wenn die Opfer vermeintlich Fremde sind.

[Lingen] 28. November – Gedenkdemonstration


Die Antifaschistische Aktion Lingen ruft am 28. November zu einer Gedenkdemonstration unter dem Motto: „Gedenkt der Opfer, nicht der TäterInnen!“ auf, um 77 Jahre nach den Novemberpogromen 1938 – auch weiterhin an die Opfer des NS-Regime zu erinnern.

[…] Heute, 70 Jahre nach der Kapitulation Nazi-Deutschlands müssen wir feststellen, dass antisemitische, rassistische, nationalistische, homophobe und sexistische Ideologien immer noch stark in der Gesellschaft präsent sind. Mit der Niederlage Deutschlands endete zwar der Holocaust und der Vernichtungskrieg, Antisemitismus und weitere Elemente menschenverachtender Ideologien bestehen jedoch in der heutigen Bundesrepublik weiterhin. […]

Hier findet ihr den kompleten Aufruf. Wir unterstützen die Demonstration und wünschen uns, dass sich viele Menschen beteiligen.
Treffpunkt: Bahnhof Lingen – 15.30 Uhr.

[Remagen] 21. November – Naziaufmarsch verhindern!

Auch dieses Jahr wollen Nazis rund um das ehemalige Aktionsbüro Mittelrhein einen selbsternannten „Trauermarsch“ in Remagen abhalten. Das Bündnis „NS Verherrlichung stoppen!“ organisiert seit dem Jahr 2013 Protestaktionen gegen den Naziaufmarsch.

Dieses Jahr findet die antifaschistische Demonstration unter dem Thema „Rechtsterrorismus bekämpfen“ statt. Der Naziaufmarsch in Remagen ist seit Jahren ein Sammelbecken für Neonazis, die schon seit Jahrzehnten dem organisierten Rechtsterrorismus zuzuordnen sind. Ihre Gemeinsamkeit:
Zugehörigkeit in verschiedensten mittlerweile verbotenen Neonaziorganisationen, eine Fülle an Gewalttaten gepaart mit einem Waffenfetisch und zusammengerechnet Jahrzehnte an Haftstrafen. Im Zusammenhang mit der dramatisch ansteigenden Gewalt und Anschlägen gegen Geflüchtete und deren Unterkünfte, gleichen solche Nazi-Netzwerke einem Pulverfass. Gerade aufgrund dieses Hintergrundes wollen wir am 21. November in Remagen unsere Solidarität mit allen Geflüchteten zum Ausdruck bringen und uns dem Naziaufmarsch entgegenstellen.

Treffpunkt: 11 Uhr am Bahnhof Remagen. Nazis bekämpfen – mit allen Mitteln, auf allen Ebenen!