Archiv für August 2015

[Münster] 11.9 – Solikonzert für Valentin!

Bei unserer nächsten Antifakneipe „Pien Kabache“ in der Baracke Münster am 11. September veranstalten wir ein Solikonzert mit FINISTERRE (cooler Mix aus Crust & Hardcore aus Köln), HARD LUCK (charmanter Hardcorepunk mit einer Schwäche für Oi) und einer weiteren Band. Hintergrund ist die Verhaftung des antifaschistischen Ultra Valentin. Valentin musste sich mit anderen Werder Bremen Fans gegen einen Angriff von Nazihools verteidigen wobei einige der Nazihools verletzt wurden. Auch wenn dieses Mal Fußballfans die Betroffenen waren, handelt es sich dabei keineswegs um Fußballkrawalle. Der Übergriff hatte eine politische Dimension. Die Hooligans griffen die Ultras an, weil sie diese dem linkspolitischen antifaschistischen Lager zuordneten. Hier findet ihr ausführliche Informationen zu Valentin: Gegen Nazis & Repression. Zeigt eure Solidarität!

Danach könnt ihr mit uns den Abend bei günstigen Getränken und besten Punkrock ausklingen lassen. Einlass ist um 20 Uhr und kostet ausnahmsweise 5 Euro, nach dem Konzert natürlich umsonst. Am nächsten Tag dann alle nach Hamburg den Naziaufmarsch verhindern!

Der Abend wird von der An­ti­fa­schis­ti­schen Lin­ken Müns­ter, dem Arbeitskreis Antifaschismus 65 und der Au­to­no­men An­ti­fa Rhei­ne ver­an­stal­tet.

P.S.: wer Facebook nutzt, kann auch hier klicken.

Hinweis:
Mitglieder extrem rechter Parteien oder Organisationen, sowie Personen, die der rechten Szene angehören oder mit ihr sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben, sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Die Veranstalter*innen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

UNE VIE DE LUTTE – Der Kampf geht weiter!

Hiermit möchten wir euch auf den Dokumentarfilm „UNE VIE DE LUTTE“ hinweisen:

„Als am 05. Juni 2013 der antifaschistische Aktivist Clément Méric mit zwei weiteren Freunden mitten in der Pariser Innenstadt von 3 Neonazis angegriffen und ermordet wurde, sorgte dies kurzzeitig für einen Aufschrei über rechte Gewalt im Land. Die Tat und Clément bleiben unvergessen. Vor dem Kontext einer erstarkenden parlamentarischen Rechten, wie die Partei “Front National” sowie eines gesellschaftlichen Rechtsrucks in Frankreich und Europa, versucht der Film den Mord im Bewusstsein zu halten und die Tathergänge zu rekonstruieren. Die Bedrohung von rechts wird dabei skizziert und ein Einblick in die aktuellen antifaschistischen Kämpfe gegeben.

Die Dokumentation ist von den North East Antifascists [NEA] und Unterstützer*innen gemeinsam entwickelt und gedreht worden. Zur Entstehung haben Freund*innen der “Action Antifasciste Paris-Banlieue”, “Quartiers Libres”, “La Horde”, Anhänger*innen des Fußballclubs Ménilmontant FC, Bernard Schmid sowie viele weitere Aktive beigetragen.“

14. August – Antifakneipe „Pien Kabache“

Am Freitag, den 14. August findet unsere monatliche Antifa-Kneipe “Pien Kabache” statt! Wie immer gibt es alles was der Barackenkühlschrank hergibt, und diesmal mit den folgenden Specials:

- Wodkamelonensmoothiesuffzeug
- Bussibär-Wassereis, für die alkoholfreie Erfrischung zwischendurch
- und wer hätte es geahnt: Der All-Time-Classic-Urgestein-Katervorbereiter Pfeffi !

Musikalisch tischen wir dazu die besten Hits aus Punk, Oi, Ska und Hip-Hop. Zu fortgeschrittener Uhrzeit wird euch dann Dj Bassfeld aus Münster ordentlich mit Drum ‘n’ Bass einheizen.

Als letztes wollen wir euch schonmal auf folgenden wichtigen Termin hinweisen: Am 3.Oktober wollen wie exakt letztes Jahr wieder die Nazis von der Partei “Die Rechte” einen Aufmarsch in Hamm durchführen. In ihrem Auruf richten sie sich dieses Jahr explizit gegen die Unterbringung von Migrant*innen und Flüchtlinge in Hamm, als auch gegen das Grundrecht auf Asyl im Allgemeinen. Wir wollen das nicht hinnehmen und euch dazu einladen am 3.Oktober mit nach Hamm zu fahren und sich den Nazis entgegen zu stellen. Weitere Infos findet bald bei der Antifa Hamm.

Wir sehen euch am 14. August ab 20 Uhr am Tresen: Baracke / Scharnhorststraße 100 / Münster

Der Abend wird von der An­ti­fa­schis­ti­schen Lin­ken Müns­ter, dem Arbeitskreis Antifaschismus 65 und uns, der Au­to­no­men An­ti­fa Rhei­ne ver­an­stal­tet.

Never Surrender: Freiheit für Valentin und Paul!

Am 1. Juli 2015 krachte in einer WG von Bremer Antifaschisten zum dritten Mal die Tür. Wie bei den zwei vorherigen Malen stürmten vermummte SEK-Beamte die Wohnung. Anders als bisher stellten sie dieses Mal nicht die Einrichtung auf den Kopf um nach Beweismitteln zu schnüffeln; sondern nahmen einen Antifa mit einem Haftbefehl mit. Sein Name ist Valentin. Ihm wird vorgeworfen an den Auseinandersetzungen am Verdener Eck nach dem Fußballspiel Werder Bremen gegen den Hamburger SV beteiligt gewesen zu sein. An dem Tag griffen Bremer Nazi-Hools eine Gruppe Bremer antifaschistischer Ultras an. Es kam zu einer heftigen Konfrontation. Auch wenn sich der Vorfall nach einem Fußballspiel ereignete und dieses Mal Fußballfans die Betroffenen waren, handelt es sich dabei keineswegs um Fußballkrawalle. Der Übergriff hatte eine politische Dimension. Die Hooligans griffen die Ultras an, weil sie diese dem linkspolitischen antifaschistischen Lager zuordneten.

Wenn ihr Valentin unterstützen möchtet, findet ihr auf dem Soliblog alle relevanten Informationen.

In München demonstrierten am 20. Juli mehr als 1300 Leute gegen die rassistische und antisemitische „Pegida München“–Kundgebung mit Gastredner Lutz Bachmann auf dem Marienplatz. Gegen ca. 20:30 Uhr wurde Paul von Zivibullen aufgehalten und unter dem Vorwand des „Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz“ festgenommen. Dies wurde damit begründet, dass Paul eine „zu kurze Fahne“ mit sich führte, welche ihm als vermeintliche Waffe ausgelegt wurde (Interessante Kurznotiz: In den Jahren davor heulten die Bullen immer bei zu langen Fahnenstangen rum). Seit diesem Zeitpunkt sitzt er in U-Haft im Stadlheimer Knast. Während Menschen, die gegen die rassistischen Aufmärsche demonstrieren, regelmäßig mit Kriminalisierung ihres Protests und staatlichen Repressionen rechnen müssen, können Neonazis seit mehr als einem halben Jahr Woche für Woche Antifas sowie Passant*nnen angreifen – ignoriert von den Münchner Bullen. Auf der Soliseite (Facebook) bekommt ihr mehr Informationen.


Aus Hass und Wut wird Widerstand – Antifa ist notwendig und nicht kriminell!