Archiv für Februar 2015

Berichte: Konzert und Antifakneipe „Pien Kabache“

31. JANUAR
In Kooperation mit der Konzertgruppe ND12 veranstalteten wir ein weiteres Punkkonzert in der Baracke. Dieses Mal waren die Australier von PRAG auf Europatour und konnten ordentlichen noisigen rauhen Punk bieten. Über 100 Besucher*innen füllten die Baracke gut und somit konnte die Party starten. Da leider beide geplanten Vorbands CHEAP DRUGS und ÄRGER kurzfristig absagen mussten, hieß es kreativ sein. Dank IRRLICHT, die fetten Punk mit Crusteinschlag boten und CUBIC METRE mit Electric-One-Man-Punk-Noise wurde noch ein würdiges Musikprogramm aufgebracht. Unsere angebotenen Antifacocktails kamen gut an und so konnten wir über 130 Euro an einen von Repression betroffenen Antifa spenden. Wir danken natürlich allen Bands, Besucher*innen, fleißigen Helfer*innen, der Baracke und der ND12-Crew für diesen coolen Abend!

13. FEBRUAR
Bei unserem monatlichen Antifakneipenabend „Pien Kabache“ wurde diesmal musikalisch der Punkfaktor runtergeschraubt und dafür bei Reggae, Rocksteady und Dancehall getanzt, gefeiert und Party gemacht. DJ SKATI vom SPLINTERCELL SOUND versüßte den Abend mit fetten Beats und ließ den Dancefloor warm werden. Unser Dank gilt allen Besucher*innen, Helfer*innen, Skati, der Baracke und der Pien Kabache Crew!

Wegen den Hausdurchsuchungen in Osnabrück wurde beschlossen alle Gewinne an die Betroffenen zu spenden und noch ein solidarisches Grußbild vor der Baracke gemacht. Wir wünschen den Betroffenen viel Kraft – ihr seid nicht allein! Antifa ist notwendig und nicht kriminell!

Kurzberichte:

09.02.2015 – Warendorf
Die Nazis der NPD versuchen im Kreis Warendorf gegen die Unterbringung von Flüchtlingen Stimmung zu machen. Es wurden rassistische Flugblätter verteilt auf denen gegen die Unterbringung von Flüchtlingen gehetzt wird und die Unterkünfte als „Horte der Kriminalität“ bezeichnet wurden. Quelle.

09.02.2015 – Hamm
Rund 500 Menschen nahmen an der Demonstration „Für eine solidarische Gesellschaft – gegen PEGIDA und fremdenfeindliche Hetze“ teil. Lautstark zog die Demonstration durch die Hammer Innenstadt und in insgesamt 3 Redebeiträgen wurde auf das rassistische Potenzial von PEGIDA eingegangen und bewertet. Organisiert wurde die Demonstration vom antifaschistischen Jugendbündnis Haekelclub 509 .

07.02.2015 – Dortmund
Über 200 Menschen zeigten in der Dortmunder Innenstadt ihre Solidarität mit den in Eving untergebrachten Refugees, unter dem Motto “Gegen die Brandstifter – Solidarität mit den Geflüchteten”. Hintergrund war, das am Vorabend etwa 40 Neonazis mit Fackeln vor das Heim in Eving gezogen waren. Ausführliche Infos bekommt ihr bei der AA170 .

30.01.2015 – Münster
In Münster demonstrierten mehr als 1800 Menschen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung. Zu der Demonstration hatte das Bündnis „Keinen Meter den Nazis!“ aufgerufen. Die Demonstration ging in eine Kundgebung der Initiative „Münster gegen PEGIDA“ auf dem Domplatz über, an der sich mehrere tausend Menschen beteiligten. Anlass der Demonstration war die Ankündigung von „MÜNGIDA“, eines inoffiziellen und bislang nur im Internet in Erscheinung getretenen Ablegers der Gruppe PEGIDA am selben Tag eine Kundgebung abhalten zu wollen.

16/17.01.2015 – Magdeburg
Die Nazis konnten am 16. Januar mit Hilfe der Bullen ihre kurzfristig angemeldete Demonstration durchführen, mussten jedoch aufgrund von Gegenaktivitäten und Blockaden durch ein unattraktives Gebiet im Norden Magdeburgs laufen. Letztendlich wurde ihre Route verkürzt weil sich die unangemeldete Vorabenddemo immer weiter in Richtung des Naziaufmarsches bewegte und nur durch massive Angriffe der Bullen daran gehindert wurde. Am Samstag startete um 14 Uhr dann die antifaschistische Demonstration von Olvenstedt aus in Richtung Innenstadt. Unter dem Motto „Alerta! Gegen jede rechte Mobilisierung! Für eine solidarische Perspektive“ wandten sich bis zu 1000 Menschen kraftvoll gegen Rassismus, Nationalismus und einen erstarkenden Rechtspopulismus. Nach Ende kam es im Stadtgebiet zu mehreren Angriffen von Nazi-Hooligans auf abreisende Antifaschist*innen.

13. Februar: Antifakneipe „Pien Kabache“

Am 13. Februar wird es die nächste Antifakneipe „Pien Kabache“ geben und als besonderen Appetitanreger präsentieren wir euch Skati vom Splintercell Sound, der euch die ganze Nacht mit feinsten Reggae / Rocksteady / Dancehall beschallen wird. Also schwingt das Tanzbein und lasst euch mit Longdrinks, kalten Bier und anderen Spezialitäten den grauen Alltag vertreiben! Einlass ab 20 Uhr! Eintritt ist frei! Ort: Baracke Münster.

Alle Gewinne des Abends werden an die Betroffenen der Hausdurchsuchungen in Osnabrück gespendet!

Der Abend wird von der An­ti­fa­schis­ti­schen Lin­ken Müns­ter, der Au­to­no­men An­ti­fa Ems­det­ten und der Au­to­no­men An­ti­fa Rhei­ne ver­an­stal­tet.

28. März – Antifademo in Dortmund


via Dortmund.blogsport.de: „Am 28. März 2015 jährt sich der Mord an Thomas »Schmuddel« Schulz zum zehnten Mal. Der Punk wurde am Ostersonntag 2005 durch den Neonazi Sven Kahlin in der U-Bahn-Haltestelle Kampstraße erstochen nachdem Thomas ihn aufgrund seiner rechten Bekleidung zur Rede gestellt hatte. Er verstarb wenige Zeit später. Wir werden daher an diesem Tag in Dortmund gegen rechte Gewalt demonstrieren. In diesem Zusammenhang wollen wir auf die Aktualität und die Dimensionen rechter Gewalt hinweisen und die tiefe Verankerung rechter Ideologien in der Gesellschaft thematisieren. Die Demonstration wird dieses Jahr zum zehnten – und auch zum letzten Mal – stattfinden. Seit der ersten Großdemonstration kurz nach dem Tod von Thomas Schulz, ist die »Schmuddel-Demo« ein wichtiger Termin in Dortmund geworden. Unter verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten versammelten sich jedes Jahr hunderte AntifaschistInnen, um an die Opfer rechter Gewalt zu erinnern. Oft sind wir dabei nach Dorstfeld gezogen, um die Ruhe der Neonazis zumindest temporär zu stören. Auch dieses Jahr werden wir wieder gegen die Dortmunder Neonazis demonstrieren, die mittlerweile im Gewand der Partei »Die Rechte« auftreten. Wir wollen zeigen, dass Thomas Schulz und alle anderen, die Neonazis und RassistInnen zum Opfer gefallen sind, nicht vergessen sind.“

Keine Ruhe für Neonazis! Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 28.03.2015 in Dortmund!