Archiv für April 2013

Kurzberichte

16. – 18.04.13 Münster:
FarbanschlagGegen die in Münster stattfindende internationale Polizeimesse IPOMEX gab es in den letzten Tagen mehrere Gegenaktionen. In der Innenstadt wurden symbolische Kreideumrisse angebracht, die jeweils für einen tödlichen Fall von Polizeigewalt stehen. Daneben wurden Graffittis per Schablonen gesprüht, Plakate geklebt und es kam zu einem Farbanschlag auf die Halle Münsterland, die diese Messe veranstaltet. Alle Aktionen richten sich gegen die alltägliche Polizeigewalt und die zunehmende öffentliche Überwachung. Ein Bündnis unter dem Namen „nichtdieguten…“ veröffentlichte einen Aufruf gegen die Ipomex.

Graffitti Kreideumriss

30.03.13 Dortmund:
Am 30.März fand in Dortmund eine Demonstration gegen rechte Gewalt statt. Unter dem Motto: “Kein Vergeben, Kein Vergessen – Für einen kritischen Antifaschismus und Solidarität!” zogen ca. 250 Menschen lautstark und kämpferisch durch die Innen- und Nordstadt Dortmunds um an die Ermordung des Punks Thomas „Schmuddel“ Schulz, durch einen Neonazi am 28.03.2005, zu erinnern. In das Gedenken eingeschlossen wurde ebenso Mehmet Kubaşık, welcher am 4.04.2006 vom NSU in Dortmund erschossen wurde. In Dortmund – Dorstfeld, Westerfilde und Huckarde demonstrierten zeitgleich ungefähr 40-45 Neonazis. Ebenfalls anwesend waren wieder einige Münsteraner Nazis wie einige Fotos hier belegen. Weitere Informationen findet ihr hier

29/30.03.13 Emsdetten:
In Emsdetten tauchten in der Nacht zum 30. März mehrere Nazischmierereien auf. So wurden u.a. Hakenkreuze in der Nähe von Deitmars Hof gefunden. Einen Bericht findet ihr bei der Autonomen Antifa Emsdetten.

23.03.13 Münster:
Einsitzende Nazis der JVA Münster haben am 23. März ein Transparent mit der Parole „Freiheit für alle Politischen Nationalen Gefangene!“ (Rechtschreibfehler im Original!) aus dem Fenster des Gefängnistreppenhauses an der Gartenstraße gehalten. Das Foto wurde über Twitter im Internet verbreitet. In den vergangenen Wochen wurde vom stellvertretenden Gefängnis-Leiter Rolf Silwedel noch erklärt, man habe Mitglieder der rechten Szene genau im Blick, welche in der JVA Münster einsitzen. Diese Behauptung wurde durch diese Aktion ad Absurdum geführt und beweist erneut, dass Nazis auch im Knast Aktionen organisieren und durchführen können. Quelle