Archiv für März 2011

Bericht: Antirepressionsdemo in Dortmund

Am letzten Samstag (19. März 2011) demonstrierten mehr als 150 Personen gegen Polizeigewalt in Dortmund. Aufgerufen hatte die antifaschistische Jugend Dortmund, unter dem Motto „Repression schürt Widerstand – Gegen Staat und Vaterland!“ zog die Demonstration nach kurzer Verspätung um ca. 15.45 Uhr durch die Innenstadt und den Ostwall. In Redebeiträgen wurde über Polizeigewalt und Repressionen informiert, polizeikritische Parolen gerufen und zahlreiche kritische und schicke Transparente wurden mitgeführt. Außer das fünf Nazis die der Demo zu Nahe kamen vertrieben wurden und eine Person von den Bullen rausgezogen wurde verlief die Demonstration ohne Störungen. Am Platz der alten Synagoge endete die Versammlung nach einer Abschlusskundgebung. Unterstützt wurde die Demonstration durch einen Aufruf des Dortmunder Antifa Bündnis.

Bild 3: Zivicops Dortmund

Proteste gegen christliche ​Fun­da­men­ta­lis­t_innen

Am 12. März versuchten ca. 140 christliche Abtreibungsgegner_innen einen sogenannten „1000-Kreuze Marsch“ in Münster durchzuführen. Angemeldet wurde der Marsch von der christlich-fundamentalistischen Organisation „EuroProLife“, die schon ähnliche Aufzüge in mehreren Städten Deutschlands durchgeführt hat, u.a. in Fulda, München und Berlin. Auch in Münster versucht die frauen- und homosexuellenfeindliche Organisation seit drei Jahren mit ihrem „Gebetszug“ durch die Innenstadt zu ziehen.

Aber wie auch in den letzten Jahren gab es vielfältigen Protest. So konnte der Gebetszug erst nach einiger Verspätung losziehen und war dabei umringt von linken Gegendemonstrant_innen. Mit Bullenbegleitung konnten die Abtreibungsgegner_innen unter lauten Protest, Konfettiregen und von zahlreichen Transparenten und Schildern begleitet, ihren Aufzug durchführen. Bis zum Ende wurden sie dabei von den Gegendemonstrant_innen begleitet und genervt. Und auch diesmal kesselten die Bullen einen Teil der linken Gegner_innen ein und teilten später mit, dass sie gegen 105 Personen Verfahren wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz ermittele. Weitere Informationen zum „1000 Kreuzemarsch“ findet ihr im Text der Antifaschistischen Linke Münster und über die Proteste auf dem Indymediabericht.

Zum Schluß noch einen Tip an die zahlreichen Zivibullen die an jeder Ecke standen: Douglastäschen sind nicht sexy und Euch erkennt mensch selbst bei einer Sonnenfinsternis.

Hausdurchsuchung in Osnabrück

Am Abend des 1. März 2011 durchsuchten ca. 30 Bullen in Kampfmontur das Kulturzentrum „SubstAnZ“ in Osnabrück, auf der Suche nach einzelnen indizierten Ausgaben der linksradikalen Zeitung Interim. Dabei wurden sie noch von zehn Zivis unterstützt. Obwohl der Durchsuchungsbeschluss sich zwar gegen den in einem separaten Raum gelegenen Info- und Buchladen richtete, drangen die Bullen jedoch auch in weitere Bereiche des Hauses vor. Dabei störten sie das zeitgleich stattfindende (welch ein „Zufall“) offene antifaschistische „Café Résistance“ und kriminalisierten alle Gäste. Eine Stellungnahme des Hausplenums findet ihr hier.

Am 4. März 2011 demonstrierten aus diesem Anlass spontan ca. 45 Personen durch Osnabrück um ihre Solidarität mit dem „SubstAnZ“ auszudrücken. Es wurde lautstark und mit pyrotechnischer Unterstützung auf die Durchsuchung aufmerksam gemacht. Als die Bullen auftauchten löste sich die Demo auf. Leider wurden 2 Personen von den Cops festgesetzt und bekamen Platzverweise. Mehr Informationen findet ihr im Indymediabericht oder bei der Jugendantifa Kreis Osnabrück.

Wir zeigen uns solidarisch mit dem „SubstAnZ“ Osnabrück und allen anderen von Repression betroffenen linken Info- und Buchläden! Für unzensierte Medien – lest die Interim!

Autonome Antifa Rheine

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„Das Bild zeigt das Solitransparent aus Detmold“