Archiv für Februar 2011

Dresden: letzte News

Die Nazis haben vom Verwaltungsgericht zugesprochen bekommen, an drei Orten in Dresden aufmarschieren zu dürfen. Ob die Stadt Beschwerde einlegen wird ist noch unklar. Klar ist nur: Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. Haltet Euch am Besten über den Dresden-Nazifrei-Twitter auf dem Laufenden.

Treffpunkt für alle Dresdnerinnen und Dresdner ist auf alle Fälle ab jetzt um 8.30 an den beiden Brückenköpfen der Marienbrücke. Alle Menschen die sich von der Neustädter Seite aus nähern, sammeln sich entsprechend auf dieser Seite am Brückenkopf (Marienbrücke/ Kleine Marienbrücke/ Antonstraße) und alle Menschen, die sich von der Seite Dresden-Mitte nähern entsprechend auf dieser Seite (Devrienstraße/ Marienbrücke/ Könneritzstraße) der Brücke.
Die Infostruktur für morgen:

WAP-Handy-Ticker: hier

Twitter: hier

Aktionsradio: 98,4 & 99,3

Infotelefon: 0351 – 41 88 99 70
Zu folgenden Zeiten wird es verläßliche Informationen und Empfehlungen geben:

Samstag, 19.2.2011: 8 Uhr bis open end (Das Aktionsradio von ColoRadio wird aber erst ab 12 Uhr senden, da die Frequenz vormittags anders belegt ist.)

Ermittlungsausschuss:

EA: 0351 – 89 960 456

(Der EA ist kein Infotelefon! Bitte nur anrufen um Namen und Vorwürfe von festgenommenen zu melden und euch, zurück in Freiheit, wieder abzumelden. Nichts anderes!)

Wuppertal: Bericht vom 29. Januar


Am 29. Januar versuchten in Wuppertal zwischen 150 und 200 (Neo-)Nazis eine Demonstration unter dem Motto: „Gegen Antifaschismus und linke Gewalt! – Weg mit dem Autonomen Zentrum“ durchzuführen. Anmelder war der bekannte Neonazi Axel Reitz, zusammen mit den „Nationalen Sozialisten Wuppertal“. Hintergrund des Aufmarschmotto wird wohl der gescheiterte Angriff vom 30.11. 2010 sein, als 25-30 Nazis aus der gesamten Region unter der Führung der Wuppertaler Fabian Mayer und Mike Dasberg eine Kinopremiere des Antinazi-Aufklärungsfilms „das braune Chamäleon“ des Wuppertaler Medienprojekts anzugreifen. Hier unser Bericht:

Die Nazidemonstration konnte aufgrund von antifaschistischen Blockaden an Bahngleisen und Zufahrtstraßen erst mit einer vierstündigen Verspätung durch Wuppertal-Elberfeld starten. Vom lautstarken Protest der Gegendemonstrant_innen begleitet, gelang es den Nazis aber kaum ihre Parolen verständlich in die Öffentlichkeit zu tragen. Neben verschiedenen mehr oder weniger kreativen linken Parolen flogen den Nazis reichlich Kartoffeln, Eier, Tomaten und auch vereinzelt Flaschen um die Ohren, einige unbelehrbare Nazis versuchten in Kleingruppen durch die Stadt zu gelangen, was ihnen aber meist nicht gut tat. Die Bullen waren zwar in großer Anzahl (1500) vertreten, wirkten aber in manchen Situationen überfordert und reagierten wie üblich mit starken Peffersprayeinsatz . Vor dem Autonomen Zentrum kesselten die Bullen eine größere Gruppe von Gegendemonstrant_innen für fast eine Stunde. Insgesamt war der Tag für die Nazis sicherlich kein Erfolg, mehrere tausend Gegendemonstranten legten die Stadt lahm, ihre Demo begann mit mehreren Stunden Verspätung und erzielte keine positive Außenwirkung für ihre menschenverachtende Ideologie.