Archiv für Juni 2010

Ergänzungen zum Zapfenstreich

Die Mobilisierung gegen den großen Zapfenstreich der Bundeswehr, scheint nun auch die Bundeswehr erreicht zu haben. Es heißt die Bundeswehr wolle – um den Vorwurf des Militarismus zu entkräften – nur eine „kleine“ Abschiedszeremonie veranstalten. Trotzdem ändert sich für uns der Sachverhalt nicht: militaristische Veranstaltungen in der Öffentlichkeit bleiben scheiße! Wir kommen dennoch!

Das Gegenbündnis ruft zur einer Kundgebung gegen „Militärspektakel und Auslandeinsätze“ auf. Beginn ist um 21 Uhr am Hindenburgplatz! Weitere Informationen: www.zapfnix-muenster.de

30.6. Zapfenstreich in Münster stören!




Nicht mehr geduldet.

Donnerstag 17.06.2010, 20:00 Uhr, Club Courage // Friedensstraße 42 (Hinterhof)

Abschiebungen von Roma und anderen Bürgerkriegsflüchtlingen in das Kosovo

Vortrag und Diskussion mit einer Referentin/einem Referent der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA)

Sie kamen auf der Suche nach Schutz – als Bürgerkriegsflüchtlinge hatten sie jedoch in Deutschland nie die Chance auf Asyl. Seit teilweise mehr als 20 Jahren leben sie nun im unsicheren Status der Duldung, nicht wenige sind hier geboren und aufgewachsen.

Rund 14.000 Menschen allein in Deutschland – knapp 250 sind es im Kreis Steinfurt – sollen nun in den kommenden Jahren in ein Krisengebiet abgeschoben werden, in dem ihnen ein Leben in Barackenlagern, auf Müllkippen oder mit Chemikalien verseuchten Böden droht. Roma werden in der Republik Kosovo als „Zigeuner“ diskriminiert und sind immer wieder rassistischen Angriffen und Beleidigungen ausgesetzt.

Die Veranstaltung möchte über die unzumutbaren Lebensbedingungen und die lebensbedrohlichen Gefahren im Krisengebiet Kosovo berichten und aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, die von der Abschiebung bedrohten Nachbarinnen und Nachbarn zu unterstützten.

Eine Veranstaltung der Antifaschistischen Bildungsinitiative Münsterland und der Antifaschistischen Linken Münster

Kurzberichte

03. Juni – Aachen:
In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag wurden vor dem AZ Aachen-stehende Personen aus einem Auto heraus mit Stahlkugeln beschoßen. Die auf Kopfhöhe gezielten Kugeln verfehlten zum Glück ihr Ziel und so wurde niemand verletzt, dabei nahmen die Täter den Tod ihrer Opfer wohlwollend in Kauf. Das die Täter aus der örtlichen Naziszene kommen, dürfte wohl klar sein. Deshalb kommt alle zur Antifademo am 18. Juni nach Aachen. Weitere Infos

03. Juni – Delmenhorst:
Am frühen Abend wurden mehrere Jugendliche von 6 (Neo-)Nazis angegriffen, zuerst versuchten die Nazis sie mit ihren Fahrzeugen gezielt zu überfahren, nur durch schnelle Reaktion konnten die Jugendlichen sich hinter einer Absperrung in Sicherheit bringen. Nachdem dieser Mordanschlag fehlschlug, griffen die Nazis mit Teleskopschlagstöcken, Holzlatten, Reizgas und mind. einem Messer an. Dabei verletzen sie mehrere der Jugendlichen. Die Angreifer wurden alle erkannt und sind bekannte Faschisten, u.a. war Mario Müller (Harpstedt) an dem Angriff beteiligt.*click*

01. Juni – Beckum/Ahlen:
In der Nacht zum 1. Juni wurde zum wiederholten Male die jüdische Gedenkstätte im Westpark in Beckum geschändet. Es war bereits der dritte Anschlag in den vergangenen zwei Monaten. Die Faschos sprühten Hakenkreuze und antisemitische Beleidigungen auf die Gedenksteine. Der Verdacht liegt nahe das die Täter aus dem direkten Umfeld der benachbarten „Autonomen Nationalisten Ahlen“ stammen. Diese örtliche Nazikleingruppe fiel schon in der Vergangenheit wegen Propagandaaktionen negativ auf.

31. Mai – Aachen:
Erneut wurde das AZ Aachen von (Neo-)Nazis angegriffen. Drei bewaffnete Angreifer sprühten Reizgas durch einen Briefschlitz auf dahinter stehende Personen und warfen eine Flasche mit einer unbekannten Flüssigkeit in das Treppenhaus.

23. Mai – Rjasan (Russland)
Wir trauern erneut um einen ermordeten Antifaschisten aus Russland. Eine Gruppe von (Neo-)Nazis griffen gezielt Kostja Lunkin vor seiner Haustür an, schlugen mit Steinen immerwieder auf seinen Kopf ein. Selbst als Kostja schon bewusstlos war ließen die Nazis nicht von ihm ab und schlugen weiter zu. Kostja verstarb nach mehreren Operation am 31. Mai an den Folgen des Angriffes, er wurde 25 Jahre alt. Am selben Tag des Angriffes auf Kostja ermordeten Nazis in Moskau einen 28 jährigen durch mehr als 15 Messerstiche. Die über 40-köpfige bewaffnete Nazigruppe griff eine Geburtstagsfeier an und tötete den 28 jährigen Dmitrij Kashizyn. Indymediabericht