Bericht – Naziaufmarsch in Bielefeld

Am 9. November, dem Jahrestag der Novemberpogrome von 1938, marschierten etwa 200 Neonazis durch Bielefeld, ermöglicht durch Polizei und Justiz konnten die Neonazis den Holocaust leugnen und rassistische Propaganda verbreiten. Den Freibrief der Justiz nutze auch der langjährige Nazikader Thomas Wulff und sprach bei der Zahl der ermordeten Jüd*innen von einer “kommunistischen Propagandalüge”.

Dennoch war der Tag für die Neonazis kein Erfolg, denn 15.000 Menschen demonstrierten lautstark dagegen. Es gab etliche Störungen und Blockadeversuche. Ihr Fronttransparent verloren die Neonazis auch fast an die Gegendemonstrant*innen. Einen ausführlicheren Bericht über den Tag findet ihr beim Antifaschistischen Bündnis Bielefeld und Fotos von den Nazis beim Recherche Nord – Blog.

[Münster] 25. Oktober – Punkkonzert

C.H.E.W. aus Chicago / Illinois machen treibenden, rauhen und aggressiven Hardcorepunk. Die Sängerin ist großartig, stellt euch PUNCH nur rauher und mit höherem Punkfaktor vor. Top! Die Recklinghauser*innen von Angerboys spielen melodischen Hardcorepunk, irgendwo zwischen HANSAPLAST und frühen 80er US-Hardcore.

20 Uhr / Baracke Münster / Eintritt 5 – 8€ / Alle Gewinne werden für antifaschistische Zwecke gespendet!

If you are sexist, racist, homophobe or basically an asshole, you´re not welcome!!!

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[Hamm] 3. Oktober – Demonstration

Via Haekelclub590: „In Hamm feiern Nazis in aller Öffentlichkeit Rechtsrock-Events. Im ganzen Ruhrgebiet tragen Rassist*innen als “Bürgerwehren” ihre Hetze auf die Straße. In Brandenburg und Sachsen fährt die völkisch-nationalistische “Alternative für Deutschland” (AfD) beste Wahlergebnisse ein. Im Mittelmeer ertrinken täglich Menschen auf der Flucht. Währenddessen werden Seenotretter*innen kriminalisiert und verfolgt. Es gibt also viele Gründe für eine solidarische Gesellschaft auf die Straße zu gehen.
[…]
In Hamm existiert eine seit Jahren aktive und sehr gut vernetzte Neonaziszene. Mit dem “Zuchthaus” im Kentroper Weg 18 verfügt die Szene über eigene Räumlichkeiten und hat diese zu dem Hotspot für Neonazikonzerte in Nordrhein-Westfalen ausgebaut. Alleine in diesem Jahr fanden dort mindestens neun Rechtsrockkonzerte statt. Zuletzt fand dort am 17. August ein als “Sommerfest” deklariertes Konzert mit den Bands “Sturmwehr”, “Blutlinie” und “Snöfrid” statt. Nachdem antifaschistische und zivilgesellschaftliche Gruppen aufdeckten, dass es sich bei der “privaten Veranstaltung” der Neonazis um eine öffentliche Veranstaltung handelte, sah die Stadt sich genötigt zu handeln und stellte erstmalig eine Verbotsverfügung aus, welche sie dann allerdings aus unerklärlichen Gründen nicht durchsetzte. Denn die Neonazis führten – trotz der Verbotsverfügung – genau die Veranstaltung durch, die sie angekündigt hatten. Somit konnten an jenem Abend an die 100 Neonazis zu ihrer menschenverachtenden Musik feiern und sich vernetzen. Aus ihrer Gesinnung und dem Charakter der Veranstaltung machten sie kein Geheimnis. Skinheads, die als “Security” an der Tür standen, trugen offen NS-Symbolik, u.a. das Totenkopf-Emblem der SS.

Generell werden bei diesen Veranstaltungen Rassismus, Antisemitismus und das dritte Reich zelebriert. Auch der Geburtstag Adolf Hitlers wurde von der lokalen Neonaziszene im Kentroper Weg 18 gefeiert. Durch die Stadt streifende, alkoholisierte Neonazis stellen vor, während und nach den Veranstaltungen immer eine Gefahr für Menschen dar, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen. Zudem finden in diesem Freiraum für Neonazis nicht nur Konzerte oder Partys statt: im Wahlkampf zur Europawahl diente er auch als Parteizentrale für die neonazistische Kleinstpartei “Die Rechte”. Von dort aus plakatierten die Neonazis massiv im Hammer Stadtgebiet mit menschenverachtenden Motiven und antisemitischen und volksverhetzenden Slogans. Dass die Neonazis in Hamm derart selbstbewusst auftreten hat zwei maßgebliche Ursachen: Zum einen werden sie von Stadtverwaltung und Polizei seit Jahren ignoriert und geduldet. Konsequenzen müssen sie für die rechtlich auf wackligen Füßen stehenden Veranstaltungen von Seiten der Behörden nicht befürchten. Zum anderen hat der Erfolg völkisch-nationalistischer Parteien wie der “AfD” ihnen neues Selbstbewusstsein gegeben und teils zentrale Forderungen in die Parlamente getragen.
[…]
Wir rufen jede*n dazu auf am 3. Oktober gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen: Gegen Nazistrukturen, gegen den Rechtsruck und für eine solidarische Gesellschaft!

3. Oktober 2019 / 13 Uhr / Luisenstraße / Bahnhof Hamm Westf.

[Münster] 13. September – Hardcoreshow und Antifakneipe

Die Antifa-Kneipe „Pien Kabache“ startet im September erst um 22.30 Uhr – wie immer mit dem üblichen Angebot und freiem Eintritt. Zuvor gibt es aber ein besonders cooles Konzert mit:

Spirit Crusher (Mannheim)
Inspired by NYHC, the 90s and the Straight Edge

Slon (Trier/Koblenz/Luxembourg)
Early and raw 80’s Hardcore-Punk

19.30 Uhr: Einlass und veganes Essen
20.30 Uhr: Konzert
Ab 22.30 Uhr: Pien Kabache Antifa-Kneipe

If you are sexist, racist, homophobe or basically an asshole, you‘re not welcome!

Der Abend wird von der Antifaschistische Linke Münster, der Antifaschistische Aktion Hamm und der Au­to­no­men An­ti­fa Rhei­ne ver­an­stal­tet.

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[Bochum] Kein Zugang für Neonazis zu sensiblen Daten!

Nach antifaschistischen Recherchen, wurde bekannt das die Bochumerin Neonazi Aktivistin und Mitorganisatorin der extrem rechten Kampfsportveranstaltung „Kampf der Nibelungen“ Marina Liszczewski für die Schufa Holding AG, im sogenannten Bochumer Fenster am Massenbergboulevard 9-13, arbeitet. Dort ist Marina Liszczewski bereits seit einiger Zeit beschäftigt und daher in der Lage, Zugriff auf sensible Datensätze zu erhalten.

Marina Liszczewski ist seit ca. 8 Jahren fester Bestandteil der organisierten Neonazi Szene im Ruhrgebiet. Dabei unterhält sie Kontakte zu diversen Kadern der lokalen Szene und kann ebenfalls zum Kreis der Neonazikader gezählt werden. Sie ist fester Bestandteil der Neonazipartei „Die Rechte“ und pflegt darüber hinaus Kontakte zu Mitgliedern vom rechtsterroristischen Blood & Honour/Combat 18 – Netzwerk, den klandestin organisierten Hammerskins und anderen gewaltbereiten Neonazis.
[…]
Marina Liszczewski ist durch ihre Tätigkeit bei der Schufa in der Lage, an Informationen und sensible Daten von Migrant*innen, Jüdinnen und Juden und politischen Gegner*innen zu gelangen. Wir fordern die umgehende Kündigung von Marina Liszczewski, da ihre Anstellung mit jedem weiteren Tag das gefährliche Potential birgt, dass persönliche Daten und Adressen in die Neonaziszene gelangen.

Den ganzen Artikel mit weiteren Informationen, findet ihr beim Infoportal antifaschistischer Gruppen Bochum.

[Münster] Naomi Seibt – eine extrem rechte „Youtuberin“

„Seit Ende Mai betreibt die 18-jährige Münsteranerin Naomi Seibt einen Kanal auf „YouTube“, auf dem sie versucht, rechtes Gedankengut scheinbar harmlos und pseudowissenschaftlich zu verbreiten. Damit gelang es ihr innerhalb kürzester Zeit ein großes Publikum anzusprechen, mittlerweile folgen über 30.000 Personen ihrem Kanal. Sie liegt damit in Sachen Beliebtheit im Mittelfeld der rechtsradikalen „YouTuber“ und selbst ernannten „Influencer“. Besonders in AfD-Kreisen werden ihre Videos verbreitet.
[…]
Naomi Seibt war bereits vor ihrem 18. Geburtstag und dem Beginn ihrer „YouTube“-Karriere in der äußersten Rechten bekannt, vor allem nachdem sie einen von der AfD-Bundestagsabgeordneten Nicole Höchst ausgeschriebenen Gedichtwettbewerb mit dem Titel „Mutige Mädchen“ gewonnen hatte. Bereits mit 16 Jahren veröffentlichte sie auf dem rechten Blog „philosophia perennis“. Auf dem Blog lädt auch ihre Mutter Karoline Seibt ihre Menschenverachtung ab. Die Rechtsanwältin mit Kanzlei in Münster-Handorf ist Unterstützerin der AfD, für die sie vor der Bundestagswahl 2017 einen Aufruf zur Wahlunterstützung veröffentlichte.“

Den kompletten Artikel mit weiteren Informationen, findet ihr auf dem Recherche-Blog Münsterland rechtsaußen.

[Hamm] 17. August – Kein Raum für Rechtsrock!

Diesen Samstag findet in Hamm erneut ein Rechtsrock-Event im Nazizentrum im Kentroper Weg 18 statt. Angekündigt sind die neonazistischen Bands „Sturmwehr“, „Blutlinie“ und „Snöfrid“, die man getrost zum Umfeld des verbotenen Netzwerkes „Blood & Honour“ und dessen Nachfolgestrukturen zählen kann. Weitere Informationen über diese Bands und ihre Strukturen findet ihr im Artikel der Antifaschistischen Aktion Hamm.

Das antifaschistische Jugendbündnis „Haekelclub 590“ organisiert dagegen ein Kundgebung und ruft alle Antifaschist*innen auf sich lautstark zu beteiligen! Treffpunkt ist in Hamm um 14.20 Uhr am Bahnhof (Willy Brandt Platz). Aus Münster wird es eine gemeinsame Anreise geben, Treffpunkt ist hier um 13.20 Uhr (Gleis 3) am Hauptbahnhof.

Gemeinsam gegen Rassismus und Nazis! Kein Raum für Rechtsrock – das Nazizentrum im Kentroper Weg dichtmachen!

[Rheine] Rheinenser wegen mehrfachen Mordversuch verurteilt.

Der 31-Jährige, der am 29. Dezember letzten Jahres in Rheine ohne erkennbaren Grund auf drei Menschen eingestochen hat, wurde nun zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt. Neun Jahre Haft verhängte das Landgericht Münster gegen den Täter. Der Täter hatte zur Tatzeit 2,62 Promille und gab in der Verhandlung an, sich nicht mehr an die Tat erinnern zu können. Das Ausmaß der Gefängnisstrafe begründete das Gericht damit, dass der Angeklagte „den möglichen Tod der Opfer in Rheine billigend in Kauf genommen“ habe.

In der Tatnacht wurde die angeklagte Person zweier Lokalitäten verwiesen, da er durch rassistisches Verhalten, wie das Zeigen des Hiltergrußes und das Mitführen eines Messers, auffiel. Kurz darauf, gegen vier Uhr in selbiger Nacht, soll der Beschuldigte eine Pizzeria in unmittelbarer Nähe aufgesucht haben, um dort unvermittelt und wortlos, direkt aufeinanderfolgend, zwei wartende Gäste angegriffen haben. Dem ersten Gast soll er einen tiefen Stich in den rechten Nierenbereich des Rückens unweit von lebenswichtigen Organen versetzt und dem anderen Gast mit mehreren Stichen in den Rücken mindestens drei Verletzungen zugefügt haben. Nach dem Verlassen der Pizzeria suchte der 31-Jährige die direkt angrenzende Gaststätte auf. Dort griff er ebenfalls wortlos und ohne Vorankündigung den Ersten, ihm entgegen kommenden Gast, mit dem Messer an. Dieser Gast konnte den Angriff teilweise abwehren, wurde aber durch die Messerklinge an der Unterlippe leicht verletzt. Ihm und einem weiteren Gast gelang es, den Täter aus der Gaststätte zu drängen und auf dem Bürgersteig zu Boden zu bringen. An dem Abend soll der Täter neben dem Messer zudem eine nach dem Waffengesetz verbotene Stahlrute mit sich geführt haben.

Trotz mehrerer Zeugenaussagen über rassistische und rechte Aussagen des Täters schloss die Staatsanwaltschaft ein rassistisches Motiv schon in der ersten Presemitteilung aus. Eine zufriedenstellende Begründung dafür lieferte die Staatsanwaltschaft jedoch nicht. Auch im Gerichtsverfahren spielten diese Aussagen keine Rolle.

[Hannover] 6. Juli – Halim Dener Gedenkdemonstration!

„Halim Dener musste 1994 vor dem Krieg in Kurdistan fliehen, der Anfang der 90er Jahre von Seiten des türkischen Militärs gegen die Bevölkerung eskaliert wurde. Er selbst wurde vor seiner Flucht in Polizeihaft gefoltert, sein Dorf zerstört. Als „unbegleiteter minderjähriger Flüchtling“ kam der 16-Jährige in die Bundesrepublik Deutschland. Kurz zuvor gipfelten deutschlandweit öffentliche Hetze und ein gesellschaftlich weit verbreiteter Rassismus in Pogromen gegen Geflüchtete und Migrant*innen. In der Folge verschärfte die Bundesregierung das Asylrecht.

Zur gleichen Zeit lief gegen die kurdische Bevölkerung in der BRD eine regelrechte Hetzkampagne, die im November 1993 zum Verbot der Arbeiter*innenpartei Kurdistans (PKK) und ihr nahestehender Organisationen führte. Am 30.06.1994 wurde Halim beim Kleben von Plakaten von Polizisten in Zivil überrascht und bei der Festnahme aus kürzester Entfernung in den Rücken geschossen. An dieser Schussverletzung starb er wenig später. Der Polizist wurde von seinen Kolleg*innen gedeckt, sodass die Tat nie angemessen aufgeklärt werden konnte.

Die gesellschaftlichen und politischen Fragen von Krieg, Flucht, staatlicher Repression und Polizeigewalt, die zu Halims Tod geführt haben, sind heute so aktuell wie damals; daher die Kampagne Halim Dener: gefoltert. geflüchtet. verboten. erschossen.“

Die Kampagne Halim Dener ruft zum 25. Todestag ein letztes Mal dazu auf, zusammen auf die Straße zu gehen, massenhaft, kraftvoll und laut. Startpunkt ist um 14 Uhr der August-Ernst-Platz.

Das würdevolle Gedenken an Halim Dener aber wird in unseren gemeinsamen Kämpfen entstehen!“

[Münster] 11. Mai – Punkkonzert

Die 2010 gegründeten NO PROBLEM aus Edmonton (Kanada) spielen eine Mischung aus frühen kanadischen Punkrock und US Hardcore, mittlerweile erweitert um einige Post-Punkelemente. Melodisch, düster und live ein Knaller. Wer sie damals nicht in der Baracke oder im Gleis 22 gesehen hatte, sollte die Chance nutzen.

PERSHING BOYS sind den älteren unter euch, bestimmt noch mit ihrer coolen Mini-LP von 1991 ein Begriff. Der Song „Juze bleibt“ lief bei uns Kiddiepunks im besetzten Haus regelmäßig in Dauerschleife. Nun mit neuen Songs – deutschsprachiger Punk meets Hardcore. COMPLETE LOSS machen Midtempo Punkrock mit ordentlichen Oi! Einflüssen. Dülmen ist also noch nicht komplett tot! Anschließend werden unsere DJ´s noch die Plattenspieler mit Punkklassiker füttern.

20 Uhr / Baracke / Eintritt 5 – 8€ / Alle Gewinne werden für antifaschistische Zwecke gespendet! If you are sexist, racist, homophobe or basically an asshole, your not welcome!!!

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